FAQ

 

Was ist Pomade?

Was ist der Unterschied zu Gel, Haarwachs und Haarspray?

Was sind die Vor- & Nachteile von Pomade?

Für welche Frisuren eignet sich Pomade?

Welche Pomade soll ich nehmen?

Wie wende ich Pomade an?

Wie kombiniere ich Pomade und Hair Tonic?

Wie wasche ich Pomade wieder aus?

Was ist die Mindesthaltbarkeit?

 

 

Was ist Pomade?     nach oben

 

Pomade ist das "Gel" unserer Eltern und Großeltern. Sie dient dazu die Haare in Form zu bringen und ihnen einen schönen Glanz zu verleihen. Als Basis der Pomade dient Vaseline. Zusätzlich steigern oft pflanzliche Öle, wie Kokosnuss-Öl oder Aloe-Öl deren Pflegewirkung. Bienenwachs oder Mikrowachs erhöht die Festigkeit der Konsistenz und somit die Steifigkeit der mit Pomade gestylten Frisur. Wegen dieser Beigabe bezeichnet man die Pomade dann auch als Haarwachs.

Der Vorteil gegenüber Haargel ist, dass Pomade nicht austrocknet. Dafür benötigt sie mehrere Waschgänge um wieder vollständig aus den Haaren entfernt werden zu können. Spezialshampoos, wie das von DAX erleichtern aber das Auswaschen.

In den 1920er bis 1950er Jahren war Pomade das Hairstylingmittel Nr. 1. Jetzt erlebt Pomade ein richtiges Revival: Bekannte Hollywood-Größen, wie Schauspieler, Sportler und Pop-Stars schwören auf dieses geniale Haarstyling- und Haarpflegemittel. Mehr unter: http://www.murrayspomade.com/hype_celebrities.php 

Denn Pomade eignet sich hervorragend zum Styling und für mehr Glanz im Haar. Nebenbei gibt es dem Haar die nötige Pflege bei Spliss und Trockenheit durch zu viel Haarwäsche, Föhnen, Sonne und Koloration.

 

 

Was ist der Unterschied zu Gel, Haarwachs und Haarspray?    nach oben

 

Im Gegensatz zu Gel und Haarspray trocknet Pomade die Haare und die Kopfhaut nicht aus. Sie verklebt auch die Haare nicht. Denn klassische Pomade enthält keinen Alkohol oder Chemie, wie Farb- oder Konservierungsstoffe. Stattdessen gibt Pomade dem Haar Pflege und Feuchtigkeit durch Vaseline und pflanzliche Öle, wie der Kokosnuss oder Aloe. Die Frisur sieht mit Pomade strahlend frisch und gepflegt aus, und bleibt dem ganzen Tag (!) kämmbar. Was bei Gel oder Haarspray undenkbar wäre.

Ich bin Gel-Nutzer. Warum sollte ich Pomade ausprobieren?

 

Gel ist ein praktisches Haarstylingmittel: es kann morgens schnell ins Haar gebracht werden und abends wieder schnell ausgewaschen werden. Vielleicht haben Sie aber festgestellt, dass Ihre Haare nach ein Paar Stunden nicht nur trocken werden, sondern es fallen Ihnen auch Schuppen aus den Haaren. Am Abend waschen Sie dann das Gel aus - natürlich mit einem Anti-Schuppen-Shampoo - und wundern sich dass Ihre Kopfhaut empfindlicher wird. Das versuchen Sie mit einem Haarwasser zu beruhigen - was nur bedingt hilft - und am nächsten morgen fängt das ganze von vorne an.


Versuchen Sie doch Mal Pomade. Sie werden erstaunt sein! Denn mit Pomade bekommen Sie den gleichen Effekt wie bei Gel -also Halt und Wet-Look-Effekt - aber Ihre Haare werden nicht durch die Chemikalien angegriffen, sondern stattdem sogar gepflegt. Das Haar wird nicht trocken und bleibt den ganzen Tag geschmeidig in Form.

 

Ist Pomade und Haarwachs nicht das gleiche?

Fast. Als Pomade bezeichnet man Haarpflegeprodukte mit Vaseline als Hauptbestandteil. Die Sweet Georgia Brown Pomade besteht z.B. nur aus Vaseline und Parfum. Haarwachs dagegen basiert auf Wachsen, wie Mikrowachs oder Bienenwachs.

  • Pomade ist meist gelblich, weich bis fest und macht das Haar geschmeidig.
  • Haarwachs ist weiß, eher trocken, fest und in der Anwendung meist zäh. Die berühmten weißen Klümpchen im Haarwachs tun ihr übriges um den Gebrauch zu vermiesen.

Natürlich nimmt das in der Praxis aber jeder Hersteller locker. So nennen sich die DAX Pomaden grundsätzlich "DAX Wax". Was aber sicher daran liegt, dass "DAX Wax" leichter über die Zunge geht als "DAX Pomade".

Weitere Begriffe für Pomade sind in den USA auch "Hair Dressing", in Großbritannien, Frankreich und Südamerika wiederum "Brillantine".

 

 

 

Was sind die Vor- & Nachteile von Pomade?     nach oben

 


Das Haar wird täglich stark beansprucht: Shampoo, Wasser, Föhnen, Gel und Haarspray setzen dem Haar zu. Oft führt diese jahrelange Prozedur zu Kopfhautjucken, Schuppen, Spliss und sprödem Haar.

Pomade ist anders: Pomade gibt dem Haar Form, wie Gel und einen schönen Glanz wie Haarspray. Aber: Im Gegensatz zu Gel und Haarspray trocknet Pomade die Haare nicht aus. Pomade erlebt zur Zeit ein Comeback und ist ein echter Geheimtipp was Hairstyling angeht.

Hergestellt wird klassische Pomade meist aus pflegender Vaseline und Bienenwachs. Verfeinert wird sie mit natürlichen Zutaten, wie Kokosnuss-Öl, Oliven-Öl und Lanolin (Wollwachs). So versorgt Pomade nicht nur das Haar, sondern auch die Kopfhaut, mit wohltuender Feuchtigkeit und Pflege.


Vorteile von Pomade:

  • Pomade gibt dem Haar Feuchtigkeit, Glanz und Halt.
  • Die Frisur bleibt den Ganzen Tag flexibel: Im Gegensatz zu Gel & Co bleibt Ihre Frisur aber jederzeit kämmbar,verklebt nicht und trocknet nicht aus.
  • Pomade hilft dickes oder störrisches Haar in die gewünschte Form zu bringen. Mit dem schnell austrocknenden Gel oder Haarspray ist dieser geniale Effekt absolut nicht zu vergleichen.
  • Pomade pflegt die empfindliche Kopfhaut, denn Vaseline - ein altbewährtes Hautpflegemittel - ist der Hauptbestandteil von klassicher Pomade. 
  • Pomade hilft bei, durch trockene Kopfhaut bedingten, Schuppen. Trockenes und sprödes Haar oder Kopfhautjucken gehören mit Pomade der Vergangenheit an. Es sei denn man leidet unter fettigem Haar oder der sog. Pomade-Akne.
  • Pomade schütz das Haar vor Feuchtigkeitsverlust, Umwelteinflüssen und Sonneneinstrahlung. Die enthaltene Vaseline schließt die Feuchtigkeit im Haar ein. Dies merkt man am besten, wenn man die Pomade ins leicht feuchte Haar anwendet. Noch nach Stunden sieht und fühlt sich das Haar an, wie frisch geduscht.
  • Pflanzliche Öle, wie Kokosnuss- oder Oliven-Öl, welche in vielen Pomaden enthalten sind dringen ins Haar ein und geben zusätzliche Pflege von Innen. Das Haar bleibt geschmeidig und sieht einfach gesund aus.
  • Mit Pomade erhalten Sie ein natürliches oder festes Styling, wie Sie es z.B. von Gel oder Haarwachs gewohnt sind. Ihr Haar bekommt Halt und - je nach Pomade - einen leichten bis starken Glanz.
  • Pomade hilft bei sprödem Haar, Spliss und trockenen Spitzen.
  • Pomade ist ein Haarstylingprodukt mit enormer Geschichte: Große Stars aus Musik, Film und Sport verwendeten und verwenden Pomade.
  • Dazu ist Pomade sehr sparsam im Gebrauch - nur eine Fingerspitze voll genügt bereits um einen Effekt zu erzielen. Am besten einen Klecks Pomade nach der Dusche ins handtuchtrockene Haare einreiben und in den gewünschten Stil kämmen.
  • Pomaden, besonders die klassischen Retro-Pomaden der 1920er bis 1950er Jahre, wurden und werden völlig ohne Chemie, wie Konservierungs- und Farbstoffe, Parabene, Sulphate, Silikone oder Emulgatoren hergestellt. Moderne Pomaden greifen teils dann doch auf etwas Chemie zurück, dafür lassen sie sich meist auch leichter auswaschen.


Nachteile von Pomade

So genial Pomade ist, es gibt auch ein Paar Punkte zu beachten:

  • Feste Pomaden (fürs Styling) geben besonders viel Halt, dafür lassen sie sich aber schwerer wieder auswaschenSpezial-Shampoos helfen da aber ganz gut nach.
  • Weiche Pomaden (für Glanz und Pflege) sind sehr sparsam zu verwenden, da sie sonst das Haar schnell ölig aussehenlassen können. Dafür lassen sie sich besser auswaschen, als feste Pomaden. Eine Fingerspitze einer weichen Pomade lässt die Haarspitzen frischer und sprödes Haar lebendiger aussehen.
  • Pomade sieht am besten aus bei einer klassischen Frisur, wie dem Fassonschnitt. Bei langem Haar wirkt Pomaden schnell fettig. Man sollte deshalb bei langem Haar immer nur wenig Pomade verwenden und dann am besten in die Spitzen einkneten oder leicht über das Haar streichen.
  • Der Hauptbestandteil von Pomade ist Vaseline. Vaseline pflegt zwar Haar und Kopfhaut, indem es vor Kälte- und Feuchtigkeitsverlust schützt. Grundsätzlich verstopfen aber alle Salben und Cremes mit hohem Fettanteil die Poren durch den isolierenden Film. Dadurch wirken sie der Hautatmung entgegen. Es ist deshalb ratsam, bei der Verwendung von zu viel Pomade, diese am Abend wieder auszuwaschen. Meiner Erfahrung nach, kann man aber die Pomade auch ruhig ein Paar Tage im Haar lassen. Interessanterweise wirkt sich das sogar eher beruhigend auf die Kopfhaut aus. Und die Haare sehen am nächsten morgen natürlich und frisch aus.

Es lohnt sich auf jeden Fall dieses geniale Haarstyling- und Haarpflegemittel auszuprobieren! Sie erhalten damit nicht nur ein Stück Lebensgefühl der eleganten 1930er und der rebellischen 1950er. Sondern ein wirklich hervorragendes Haarstylingprodukt, das Gel, Haarspray und Schaumfestiger in den Schatten stellt.

 

 

 

Für welche Frisuren eignet sich Pomade?     nach oben

 

 

Am besten gehen mit Pomade alle mittellangen und Kurzhaarfrisuren:

  • Frisuren der 1950er: wie die Elvis-Tolle oder Fassonschnitt
  • Frisuren der 1920er / 30er: Glanzvolle, geglättete Frisuren
  • Moderne Trendfrisuren, anstelle von Gel
  • Zum Bändigen von dickem oder störrischem Haar


Für welche Haartypen eignet sich Pomade?

Pomade eignet sich für alle Kurzhaartypen:

  • Krause oder gewellte Haare: Zum glätten (das schafft nur Pomade) und zum stylen
  • Für dicke Haare: zum Stylen und für den Wet-Look-Effekt, statt dem austrocknenden Gel
  • Für normale Haare: Zum Stylen, anstelle von Gel
  • Für dünne Haare: zum Stylen anstelle von Schaumfestiger. Für ein gepflegtes Aussehen
  • Wirres, störrisches Haar: zum bändigen z.B. für morgens nach dem Aufstehen

 

Eignet sich Pomade auch für lange Haare?

 

Bei langen Haaren eignet sich Pomade weniger zum stylen. Zur Pflege ist aber Pomade auch bei langen Haaren super. Das Geheimnis liegt jedoch darin sehr wenig Pomade zu verwenden:

  • Bei Spliss und trockenen Haarspitzen
  • Für mehr Glanz im Haar
  • Bedingt zum Stylen

 

Für welche Frisuren eignet sich Pomade nicht?

Pomade ist weniger geeignet zum Styling von geföhnten, voluminösen Frisuren langer Haare. Außerdem ist Pomade natürlich nicht zu nehmen bei Rötungen der Kopfhaut oder allergischen Reaktionen (z.B. Pomade-Akne)

 

 

 

Welche Pomade soll ich nehmen?     nach oben

 

Bei Pomaden muss man sich eigentlich nur die Konsistenz merken, also die Dichte oder Festigkeit.

Von der Konsistenz her lassen sich Pomaden nämlich in 3 Kategorien einteilen. Es gibt:

  1. Weiche Pomaden, wie die Murray's Super Light
  2. Mittelfeste Pomaden, wie die Sweet Georgia Brown (rot oder blau)
  3. Feste Pomaden, wie die Murray's Superior oder die DAX Wave & Groom

Mit diesem Wissen eröffnen sich herrliche Möglichkeiten und Spielwiesen in der wunderbaren Welt der Pomaden. Grundsätzlich gilt:

  1. Weiche Pomaden geben Glanz und Pflege.

    Denn Sie sind meist mit pflanzlichen Ölen, wie dem der Kokosnuss oder Aloe, angereichert. Somit sind sie auch weicher und geben einen schönen Glanz. Generell sollte man sparsam mit den weichen Pomaden umgehen. Besonders im Sommer kann die Frisur schnell zu einer öligen Angelegenheit werden. 
    Mit einer weichen Pomade bekommt man auch sehr schöne 1930er-Frisuren hin - nach hinten geglättet und wunderbar glänzend. Bei 1950er-Frisuren, wie der Elvis-Tolle, kann man weiche Pomade für ein glänzendes Finish verwenden.

  2. Mittelfeste Pomaden geben Form

    Sie kann man für festere Frisuren verwenden. Wobei die Frisur dann ca. einen halben Tag lang hält. Dann werden die Haare lockerer, behalten aber dennoch eine gewisse Form und samtigen Glanz.

  3. Feste Pomaden geben starken Halt

    Sie sind perfekt für Tollen, Igel-Looks, die Wochenend-Party oder den Tanz-Marathon. Sie halten die Frisur zusammen wie Beton. Je mehr man sich in die Haare tut, um so fester und haltbarer wird sie. Dafür lassen sie sich leider schwerer auswaschen. Aber einem echten Pomade-Freak ist das egal; er klebt sich am nächsten morgen eine weitere Ladung in die Tolle. Außerdem helfen sehr gut Spezial-Shampoos für Pomaden.

 

Weiche Pomade im Winter, feste im Sommer

Die Wirkung von Pomade ist auch stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Weiche Pomaden sind eher für den Winter, feste für den Sommer.

Während eine weiche Pomade die Frisur im Winter super in Form hält, kann sie in heißer Umgebung dahin schmelzen. Wie uns ein Kunde aus Darmstadt schrieb: "Ich war jetzt für zwei Wochen in Ägypten und bei 35-40 °C im Schatten wurde meine Royal Crown so flüssig wie warme Nutella. Der Halt für die Haare sinkt dann natürlich rapide. Um also auch bei heißem Klima perfekt gestylt zu sein empfehle ich daher festere Pomade zu mitzunehmen!"

 

 

 

Wie wende ich Pomade an?     nach oben

 

Pomade können Sie z.B. wie Gel oder Haarwachs anwenden. Sie können sie ins feuchte oder trockene Haar anbringen. 

Dazu nehmen Sie einen Finger- oder lediglich eine Fingerkuppe voll Pomade. Verreiben Sie diese zwischen den Fingern oder Händen. Und fahren mit den Händen über den Kopf oder mit den Fingern zwischen dem Haar. Anschließend bringen Sie Ihr Haar mit einem Kamm oder Ihren Fingern in die gewünschte Form. Das war's.

Sobald Sie die Pomade in Ihrem Haar verarbeitet haben, wärmt die Kopfhaut die Pomade leicht auf. Nach 10 bis 20 Minuten wird die Pomade weicher und formbarer. Ihr Haar wird geschmeidiger und erhält einen schönen Glanz - je nach Pomade matten, seidigen bis starken Glanz. Dabei bleibt Ihre Frisur den ganzen Tag kämmbar.

Ich will eine lockere, natürliche Frisur ohne viel Aufwand

Dazu nehmen Sie am besten eine weiche Pomade, wie die Murray's Super Light oder DAX Short & Neat. Die Pomade verarbeiten Sie ins noch feuchte Haar. Alternativ ins trockene Haar. Allerdings neigt man dazu ins trockene Haar mehr Pomade zu tun, als ins feuchte. Eh man sich versieht wirken die Haare ölig. Deshalb bitte beachten: auch bei trockenem Haar mit wenig Pomade anfangen.

  • Anwendung morgens oder abends nach der Dusche: Einen Klecks oder lediglich einen Fingertupfer Pomade ins feuchte Haar einreiben und durchkämmen. Sobald Ihre Haare trocken sind, werden Sie einen schönen leichten Glanz haben. Funktioniert bei allen Haarlängen.

  • Anwendung tagsüber: Einen Klecks oder lediglich einen Fingertupfer Pomade ins trockene Haar einreiben und durchkämmen. Ein Paar Minuten abwarten, bis sich die Pomade im Haar setzt und bei Bedarf mehr Pomade nehmen. Wirkt am besten bei kurzer bis mittlerer Haarlänge.


Ich will eine gepflegte Kurzhaar-Frisur

 

Dazu nehmen Sie am besten eine weiche Pomade, wie die Murray's Super Light oder DAX Short & Neat. Eine Anleitung finden Sie unter: In 7 Schritten zum pflegenden Sommer-Styling 

 

 

Wie kombiniere ich Pomade und Hair Tonic?     nach oben

 

Zuerst Hair Tonic, dann Pomade

 

  1. 2-3 Schuß des Hair Tonics direkt aus der Flasche an der Kopfhaut ansetzen und an verschiedenen Stellen (meist Frontpartie, sowie linker und rechter Seitenscheitel) ins trockene Haar einpritzen. Beim Vaseline Hair Tonic genügen ein Paar Tropfen.
  2. Mit den Fingerspitzen ein Paar Sekunden einmassieren. In den 1930-50ern empfahlen die Hersteller unterschiedliches. Nun entweder Fönen und dabei mit dem Kamm oder der Haarbürste bereits die gewünschte Frisur vorstylen 
  3. Oder lufttrocknen lassen 
  4. Oder die Haare einfach befeuchtet lassen 
  5. Nun die Pomade ins Haar einmassieren. Je nach Bedarf eine Fingerspitze bis 2-3 Finger voll.
  6. Kämmen mit einem - am besten handgesägten - Kamm. Oder bürsten mit einer Haarbürste aus Wildschweinborsten
  7. Ready to go

 

 

 

Wie wasche ich Pomade wieder aus?     nach oben

Das Auswaschen muss man bei Pomaden in einer anderen Kategorie sehen: Pomaden sind dazu gemacht im Haar zu bleiben. Gel nicht.


Falls man als jahrelanger Gel-Nutzer feste Pomaden, wie z.B. Die Murray's Superior, auswaschen will ist man schnell frustriert. Denn diese extrem feste Pomade krallt sich am Haar fest wie Kaugummi. Aber das Gefühl der Irritation legt sich. Und echte Pomadefans wollen die Pomade gar nicht auswaschen, da in der früh eh wieder Pomade ins Haar kommt.

Eines werden Sie bei Pomade feststellen: es fühlt sich eigenartigerweise angenehm auf der Kopfhaut an, wenn man die Pomade Mal nicht auswäscht. Kein Jucken, kein fettiges Gefühl. Das einzige was irritiert, ist das nun ausbleibende Auswaschritual, welches man jahrelang bei Haargel praktiziert hat. Und die anfängliche Panik vor Schuppen, öligem Haar und juckender Kopfhaut weicht der Erkenntnis, dass Pomade auf dem Hautpflegemittel Vaseline basiert.

Alle Paar Tage macht es aber dann doch Freude sich die Haare sauber zu waschen. Und dann müssen Shampoos an die Front.

Besonders bei mittelfesten und festen Pomaden kommt man ohne ein Spezialshampoo nicht weit, wenn man das Zeug ganz aus den Haaren haben möchte. Denn die zähe Pomade (allen voran die Murray's Superior ) klebt am Kopf und geht nur schwer raus.
In verschiedenen Blogs wird auch Spülmittel, Oliven-Öl oder Babypuder als Abhilfe genannt.

Folgendes hat sich zum auswaschen von Pomade bewährt:

  1. Pomade-Shampoo
  2. Oliven-Öl: Dazu gebt Ihr, in die Handfläche, der normalen Dosis Shampoo (meist Haselnussgröße) die gleiche Menge an Oliven-Öl hinzu. Beides mit den Fingern miteinander verrühren. Und die angenehm cremige Mischung in die Haare auftragen. Dann 2-4 Minuten einwirken lassen, aufschäumen und gründlich ausspülen.
  3. Vaseline Hair Tonic: In den 1930er Jahren wurde empfohlen sich einmal die Woche viel von diesem ölbasiertem Haarwasser in die Haare zu tun, und zwar VOR dem einshampoonieren. Funktioniert super bei Pomade - natürlich bei dem einem mehr beim einem weniger - aber grundsätzlich hilft bei Pomade Öl. Bestes Beispiel: ölverschmutzte Hände werden mit Seife (besteht auch aus Öl) wieder rein.

Und wenn die Pomade nicht völlig aus den Haaren rausgeht, ist das auch nicht so schlimm. Denn Pomade ist dafür gemacht im Haar zu bleiben (Originalzitat von Murray's). Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass eine weiche oder mittelfeste Pomade sehr gut hilft die Pomade vom Vortag etwas zu lockern. Und das Haar sieht wieder fit aus.

In den 1930er hatte man die Pomade übrigens ganz im Haar gelassen oder diese mit Mehl bestäubt. Das Mehl hatte die Pomade aufgesogen und man konnte dies anschließend mit einem Handtuch trocken rubbeln. Shampoo kam ein Mal die Woche auf den Kopf.
Statt Mehl kann man heute Trockenshampoo nehmen. So macht das meine Frau, wenn Sie etwas Pomade verwendet hat.


 

Tipp 1: Von  PomadeShop-Kunde Frank

Für alle die sich mit dem Auswaschen FESTER Pomaden ein wenig schwer tun:

  1. Das Haar vor dem shamponieren mit reichlich BRENNESSEL!-Haarwasser einmassieren. Ich benutze hierzu ein Billigprodukt einer bekannten Drogeriekette mit dem Zentaur im Logo, von Y**g, für ca. 1,xx•uro/500ml. Hierdurch wird die Pomade merklich angelöst.
  2. Danach DAX Shampoo oder ein vergleichbares Shampoo in die Haare einmassieren (immer noch kein Wasser benutzen!) und ca. 3-5Min. einwirken lassen.
  3. Nach der Einwirkzeit etwas Wasser in die Haare und das Shampoo ordentlich mit den Fingern aufschäumen lassen und anschließend gründlich auswaschen.
  4. Je nach Festigkeit der Pomade evtl. noch mal shamponieren und auswaschen. Dieses mal dann ohne Brennessel-Haarwasser.

(Danke für diesen Tipp an Frank L. aus Hörstel)
 


 

Tipp 2: Von PomadeShop-Kunde Daniel

Ich habe neulich die britische Brylcreem gekauft - und durch Zufall festgestellt, dass sie ein unfehlbares Mittel ist, um selbst härteste Pomade wie die rote Dax und Murray's Superior auszuwaschen! Vielleicht mögt Ihr das ja in Eure Tipp-Sammlung aufnehmen?

Ich hab vieles probiert - Öl, Haarwasser, Spezialshampoos - und bin nun durch Zufall auf ein wirklich funktionierendes Mittel gestoßen: britische Brylcreem (die rote!)!

Ich kaufte sie, um einen entspannten Seitenscheitel à la "Mad Men" zu frisieren. Wenig später merkte ich, dass die Brylcreem, am Tag nach der harten Pomade angewandt, diese aufweicht, und das Haar sich am Abend nach zweimaliger Wäsche (unter vorheriger Anwendung von ölfreiem Haarwasser) völlig unbeschwert und natürlich zeigte.

Also, zusammengefasst:

  1. Erster Tag: Tolle mit roter Dax/Murray's Superior
  2. Zweiter Tag: Seitenscheitel mit Brylcreem
  3. Abend des zweiten Tages:
    1. Reichlich Haarwasser (für diesen Zweck tuts billiges Birkenhaarwasser aus der Drogerie) ins trockene Haar
    2. Shampoo hinterher
    3. Mit Wasser aufschäumen
    4. Nochmal nachshampoonieren
    5. Auswaschen
    6. FETTFREI!

Viele Grüße!
Daniel P.

(Danke für diesen Tipp an Daniel P. aus Magdeburg)

 


 

Tipp 3: Von PomadeShop-Kunde Christian

Funktioniert zu 100% bei der Roten Dax:

  1. raps- oder olivenöl mit oil repair shampoo der Eigenmarke des Drogerieladens mit den 2 Buchstaben (1.45€) mischen.
  2. dann in die haare einmassieren. dann mit einem kamm ordentlich durchkämmen. dann aufschäumen. einwirken lassen. ausspülen.
  3. zunächst werdet ihr merken, dass das pomaden-wachs-gemisch noch immer in euren haaren klebt. jetzt aber der kniff:
  4. oil repair conditioner der Eigenmarke des Drogerieladens mit den 2 Buchstaben(ebenfalls 1.45€). großzügig im ganzen nassen haar verteilen und 10-15minuten einwirken lassen.
  5. danach ausspühlen.

die rote dax ist bei mir dann zu 95% raus. bei bedarf einfach nochmal conditioner rauf und einwirken lassen, dann ist alles restlos draußen. seitdem ich diese kombination verwende freue ich mich regelrecht aufs 3tägliche haarewaschen, weil ich weiß, dass ich nach dem waschgang nicht frustriert festellen werde, dass meine haare immer noch voller pomade sind :). ich würde mich freuen, wenn sie diese Methode bei ihren Tipps veröffentlichen würden, um so vielleicht noch mehr Auswaschgeplagten helfen zu können.

MfG Christian H.

(Danke für diesen Tipp an Christian H.)


 

Ich habe mir zu viel Pomade in die Haare getan. Ist das Schlimm?

Nein. Pomade basiert auf dem Hautpflegemittel Vaseline. Vaseline schützt das Haar und die Kopfhaut vor Wärme- und Feuchtigkeitsverlust. Pomade ist außerdem dazu gemacht im Haar zu bleiben. Ich lasse Pomade immer so 2-3 Tage im Haar. Nach ein Paar Tagen oder sobald man möchte kann man die Pomade dennoch wieder auswaschen.

 

 

 

 

Was ist die Mindesthaltbarkeit?     nach oben

 

 

Pomade mindestens 15 Jahre. Frisiercremes 2 Jahre

Klassische Pomade ist wirklich sehr lange haltbar. Offiziell ist das anzugegebende Maximium "36 M", also 36 Monate oder 3 Jahre. Doch dank Vaseline hält Pomade mehrere Jahre, bis 15 Jahren und sogar länger. Eine Sweet Georgia Brown Pomade, welche ich Anfang der 1990er in Australien gekauft habe kann man heute noch verwenden: der Duft ist der gleiche, die Konsistenz auch, nur die Farbe ist dunkler.

Frisiercremes und wasserbasierte Pomaden, wie die Layrite, Brylcreem oder Swagger, halten rund zwei Jahre. Doch bis dahin hat man das Produkt längst aufgebraucht.

Hair Tonics halten ebenso mehrere Jahre. Alkohol oder Öl halten das Kopfwasser frisch. Ein Lucky Tiger Hair Tonic aus den 1950er Jahren, welches unser kleines Hairstyling-Museum schmückt, würde man noch heute nehmen wollen.

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